Wechsel an der Sp(r)itze, Sepp Kaufmann neuer Kommandant

Wie bei vielen Feuerwehren ist auch bei der Feuerwehr Wauwil-Egolzwil der 05. Februar ein Feiertag. So treffen wir uns um 19.00 Uhr in der Pfarrkirche zur Agathamesse. Unser Pfarreileiter Seppi Hodel nimmt Bezug auf die Lesung. Darin heisst es, dass nur, wenn alle Körperteile zusammenarbeiten, der Mensch als Ganzes gut funktionieren kann. Und so ist es auch bei der Feuerwehr. Nur wenn alle Eingeteilte Ihre Aufgabe kennen und erledigen, kann der Einsatz erfolgreich ausgeführt werden.

Gestärkt mit dem Segen und einem Agathabrot wechseln wir in die schön dekorierte Turnhalle. Unsere Sanitätsabteilung hat die ganze Agathafeier bestens organisiert . Wir dürfen zum Beginn beim Apero miteinander anstossen. Anschliessend wird uns ein ausgezeichnetes Nachtessen serviert. Unser scheidender Kommandant Pius Roth lässt im offiziellen Rückblick das vergangene Feuerwehrjahr nochmals Revue passieren. Bei 31 Übungen und 5 Einsätzen durften wir uns bewähren. Auch die Atemschutzinspektion wurde vom Feuerwehrinspektorat mit einem gut bis sehr gut bewertet. Und ebenfalls sind wir stolz auf unseren neuen Instruktor Igor Novacac.

Zusammen mit der Gemeinderätin Annelies Gassmann durften 11 langgediente Feuerwehrmänner in den verdienten Ruhestand entlassen werden. Gemeinsam haben sie 185 Jahre Feuerwehrdienst geleistet.

Die Verdienste des abtretenden Kommandanten Pius Roth wurden durch die Behördenvertreterin Annelies Gassmann nochmals in Erinnerung gerufen. Als am 1.1.2000 die beiden Ortsfeuerwehren Wauwil und Egolzwil zu einer Feuerwehr zusammengelegt wurden, hat Pius Roth als Kommandant der ersten Stunde gewirkt.

Es war eine grosse Herausforderung, diese beiden Mannschaften zusammenzuführen. Die Erwartungen von allen Seiten waren hoch und Annelies Gassmann hält fest, dass Pius Roth diese Aufgabe mit Bravour gemeistert hat. Einige Eckpunkte während der zehnjährigen Kommandantenzeit wurden nochmals erwähnt:

  • Die Kameradschaft innerhalb der Mannschaft sowie unter dem Kader ist gefestigt worden und stetig gewachsen, sodass wir heute sagen dürfen, es herrscht ein guter Teamgeist!
  • Der Personalbestand von zu Beginn 95 Angehörigen der Feuerwehr (AdF) musste auf den Soll-Bestand von zirka 80 AdF reduziert werden. Es war keine leichte Aufgabe und eine Gratwanderung, musste doch auch dem Kadernachwuchs die nötige Beachtung geschenkt werden. Dies ist Pius, in Zusammenarbeit mit dem Kader, optimal gelungen.
  • Es war Pius Roth wichtig, eine gute Arbeitsqualität zu erreichen, bzw. zu erhalten. Mit den spezifisch darauf abgestimmten Übungen hat er diese Zielsetzung nie aus den Augen verloren.
  • Im Weiteren legte Pius Roth grossen Wert auf einen zeitgemässen Maschinenpark. Mit der Beschaffung des neuen Mitsubishi Zugfahrzeuges im Jahre 2005 wurde die Erneuerung der Fahrzeuge eingeleitet. Die Fahrzeugflotte ist seit dem 4. Oktober 2008 wieder à jour, konnte doch das neue TLF der Mannschaft übergeben werden. Bis es allerdings soweit war, hat es einige Vorbereitungen, Abklärungen und Sitzungen gebraucht, also auch hier war Teamwork gefragt!
  • Die Zusammenarbeit zwischen den Behörden und dem Kommandanten war stets angenehm, konstruktiv und lösungsorientiert. Dafür darf Pius Roth ganz herzliche Dankesworte entgegennehmen.

Im Namen der Behörden und der ganzen Bevölkerung von Wauwil und Egolzwil entrichtet Annelies Gassmann den Dank auch ans Kader, die Offiziere und alle Angehörigen der Feuerwehr. Sie sind immer wieder aufs Neue motiviert, einen Teil ihrer Freizeit zu Gunsten der Allgemeinheit einzusetzen und im Ernstfall alles zu geben!

Dem neuen Kommandanten Josef Kaufmann gratuliert sie zu seinem Amt und wünscht ihm viel Erfolg, kühlen Kopf, ruhige Nerven sowie die nötige Unterstützung der Mannschaft.

Unser neu gewählter Kommandant Sepp Kaufmann darf in seiner ersten Ansprache den Jahresausblick präsentieren. Er freut sich auf die neue Aufgabe und weiss, dass er eine motivierte Feuerwehr übernehmen darf.

Seine erste Amtshandlung ist die Beförderung von Christoph Schöpfer und Christoph Lehni zu Wachmeistern. Die Freude ist riesig. So klingt die Agathafeier bei einem Kaffee und guten Gesprächen aus und wir sind bereit für neue Taten.

Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr!

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