Gemeinde Wauwil

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Zentrum Glasi Wauwil

Spatenstich ist erfolgt (22.08.2018)

Im Dorf entsteht neues Quartier

Wauwil - Das ehemalige Glasi-Areal wird ĂŒberbaut. Der Spatenstich fĂŒr die erste Etappe fĂŒr zirka 43 Millionen Franken ist erfolgt. In der Überbauung könnte auch ein Gesundheitszentrum zum Thema werden.

(von Ernesto Piazza / / Luzerner Zeitung 24.08.2018)

Ein halbes Jahrhundert wurden in der Wauwiler Glasi Flaschen hergestellt. Mit dem Spatenstich vom Mittwoch erfolgte jetzt der Startschuss zu einer neuen Ära. In einer ersten Etappe realisiert die Chance Glasi AG auf rund 9100 Quadratmetern 77 Wohnungen. Zudem sind GeschĂ€ftsrĂ€ume vorgesehen. Das Bauvolumen belĂ€uft sich auf zirka 43 Millionen Franken. Im Sommer 2020 sollen die Wohnungen fĂŒr zirka 200 Bewohner in der rund 2250-Seelengemeinde Wauwil bereitstehen.

Die GewerbeflÀche umfasst in etwa 1800 Quadratmeter. Hier ist mit Coop bereits ein Mietvertrag unterzeichnet. Als weitere Möglichkeiten könnte sich die Bauherrschaft ein Restaurant oder ein Café, Ateliers sowie eine Kinder-TagesstÀtte vorstellen.

Architektonisch ist das Projekt ambitiös: Es gibt eine Vielzahl verschiedener Wohnungstypen in unterschiedlichen Grundrissen. Ziel sei es, dass sich auch Familien diese Wohnungen leisten können», sagte AndrĂ© Hunkeler, VerwaltungsratsprĂ€sident der Chance Glasi AG anlĂ€sslich des Spatenstichs. Deshalb will man im Gegensatz zu Sursee oder der Stadt Luzern mit gĂŒnstigeren Preisen operieren. Im Vergleich zu Sursee handle es sich bei Neubauten um eine Preisreduktion von 10 bis 15 Prozent, so Hunkeler. Neben Familien sollen ebenfalls Ă€ltere Menschen sowie junge Berufsleute, die in der Stadt arbeiten, zu den kĂŒnftigen Mietern gehören. Hier setzt die Bauherrschaft vor allem auf ÖV-Pendler. Das Areal ist in unmittelbarer NĂ€he zum Bahnhof gelegen.

Quantensprung fĂŒr die Gemeinde
GemeindeprĂ€sidentin Annelies Gassmann (CVP) drĂŒckte ihre «grosse Freude» darĂŒber aus, «hier zu stehen und den Spatenstich fĂŒr die Überbauung der Etappe eins miterleben zu dĂŒrfen». Sie sprach von «einem Meilenstein in der Geschichte der Glasi und von Wauwil». Es sei fĂŒr die Gemeinde ein Quantensprung. Mitten im Dorf entstehe ein neues Quartier. Wauwil werde als Wohnort weiter an AttraktivitĂ€t gewinnen. Die Bedeutung dieser Überbauung sei vergleichbar mit derjenigen bei der Eröffnung der Glasi am selben Standort im Jahre 1934. Das gesamte Areal umfasst rund 36000 Quadratmeter. FĂŒr die zweite Realisierungstranche von 6200 Quadratmeter des Gestaltungsplans «Glasi 1» hat sich die Chance Glasi AG das Kaufrecht gesichert. Diese FlĂ€che, wie auch diejenige der dritten und vierten Etappe gehören der Stadtbauentwicklung AG Uster.

EigentĂŒmerin der fĂŒnften Tranche ist seit dem Jahr 2003 die Kaimmo AG mit Sitz in Wauwil. AktionĂ€re sind RenĂ© und Xaver Kaufmann. In den nĂ€chsten Jahren werde sich auf dieser Parzelle jedoch nichts verĂ€ndern. Sie sei aus planerischen GrĂŒnden in diesem frĂŒhen Stadium in den Projektperimeter Glasi-Areal integriert worden, so RenĂ© Kaufmann. Das GrundstĂŒck der Etappe sechs mit zirka 8000 Quadratmetern gehört der Einwohnergemeinde Wauwil. Was dort dereinst gebaut werden soll, sei im Moment Gegenstand von Überlegungen, erklĂ€rte Gassmann am Spatenstich. «Wir könnten uns in der Überbauung durchaus ein Gesundheitszentrum vorstellen.»

Zu den Herausforderungen vor dem Spatenstich gehörte auch das SĂ€ubern des Areals und das Entsorgen von Altlasten. Bei der jahrelangen Glasproduktion hatte sich einiges angehĂ€uft. Insgesamt sollen rund 350 Wohnungen erstellt werden. WĂ€hrend die Realisierung der ersten und zweiten Tranche nahe beieinanderliegen, dĂŒrfte es bis zur Fertigstellung der gesamten Überbauung 10 bis 15 Jahre dauern. Das heisst auch, dass Wauwil auf gegen 3000 Einwohner wĂ€chst. Die Gesamtinvestitionen fĂŒr dieses Grossprojekt betragen ungefĂ€hr 130 Millionen Franken.

 


 

Weiterer Meilenstein gesetzt

Chance Glasi Wauwil
(Zentrumszone Glasi | Hof)

Die Vetropack AG hat die Glasproduktion in Wauwil lĂ€ngst eingestellt. Als GrundeigentĂŒmerin des rund 30‘000m2 grossen Areals hatte die Stadtbauentwicklungs AG den Richtplan ĂŒberarbeiten lassen. Es wurden zwei GestaltungsplĂ€ne erarbeitet mit dem Ziel, die Gemeinde Wauwil in den nĂ€chsten 10 bis 15 Jahren als Wohnstandort zu positionieren. Nun wurde die erste Etappe innerhalb des Gestaltungsplanes 'Glasi 1' an die Chance Glasi AG mit Sitz in Schenkon verkauft.

Am Freitag, 2. September 2016 war es soweit: Der Kaufvertrag fĂŒr die erste Etappe des Glasi Areals mit rund 9‘000 m2 wurde öffentlich beurkundet. Das brach liegende Areal im Dorfzentrum, angrenzend an die SBB-Bahnlinie, wartet seit der Schliessung der Glasi vor 23 Jahren auf eine neue Nutzung. Die EigentĂŒmerin der ersten Entwicklungsetappe ist nun eine neue, jedoch wird auch von der Chance Glasi AG nach wie vor das gleiche Ziel verfolgt: Die Transformation des Areals in eine Mischnutzung mit Wohnen, Dienstleistungs-, Gewerbe- und VerkaufsflĂ€chen mit hohen AnsprĂŒchen an Wohn- und AussenraumqualitĂ€t. In einem durchmischten Quartier soll in 10 bis 15 Jahren ein vielfĂ€ltiges Wohnangebot mit rund 330 Miet- und Eigentumswohnungen passend zu unterschiedlichen Lebensphasen realisiert werden und die ehemalige Glasi zu einer Referenz fĂŒr eine zukunftsweisende Siedlungsplanung in der Region Innerschweiz werden.

Kaufrecht fĂŒr die zweite Realisierungsetappe gesichert

Gleichzeitig mit dem Kauf der ersten Etappe hat sich die Chance Glasi AG auch das Kaufrecht fĂŒr die zweite Realisierungsetappe innerhalb des Gestaltungsplans 'Glasi 1' mit rund 6‘200 m2 gesichert. Damit wird ein gesundes Wachstum auf dem Gesamtareal ermöglicht, welches der Nachfrage mit einem marktgerechten Angebot begegnen und auf allfĂ€llige VerĂ€nderungen im Markt reagieren kann.

Schnittstellen sind definiert und die nÀchsten Schritte festgelegt

Mit den Nachbarn wurden Vereinbarungen abgeschlossen, entsprechende Dienstbarkeiten im Grundbuch eingetragen und notwendige Mutationen vollzogen. Als nĂ€chster Schritt wird die Altlastensanierung im Gebiet des Gestaltungsplanes Glasi 1 in Angriff genommen. Mit dem RĂŒckbau der bestehenden Liegenschaften wird ab FrĂŒhjahr 2017 gestartet. Die derzeitigen Mieter wurden frĂŒhzeitig ĂŒber die Absichten orientiert und werden ihre FlĂ€chen bis zum RĂŒckbau rĂ€umen. Allenfalls können ErsatzflĂ€chen auf dem Areal zur VerfĂŒgung gestellt werden. Der Baubeginn der ersten Realisierungsetappe erfolgt voraussichtlich im Herbst/Winter 2017.

Das Gebiet innerhalb des Perimeters im Gestaltungsplan 'Glasi 2' sowie die restlichen FlĂ€chen des Areals bleiben bis auf weiteres im Eigentum der Stadtbauentwicklungs AG. Zusammen mit der Chance Glasi AG wird sie nun die Geschichte auf dem Areal am SĂŒdhang des Santenbergs mit Ausblick auf das Wauwilermoos in partnerschaftlicher Zusammenarbeit fortschreiben.

 


 

 


 

2015 / Mitwirkungsverfahren ab 17.11.2015

 


 

2012

Zentrum Glasi Wauwil wird RealitÀt

Die Vetroreal AG hat mitgeteilt, dass die Verkaufsverhandlungen nun abgeschlossen sind und das gesamte Areal der ehemaligen Glasi Wauwil an die Stadtbauentwicklungs AG, c/o Beat Odinga, in Uster, verkauft werden konnte. Beat Odinga wirkte bereits anlÀsslich der Ortsplanungsrevision an der Konzepterstellung mit und ist dem Gemeinderat als kompetente Persönlichkeit bestens bekannt.

Dank der Zustimmung der Gemeindeversammlung vom November 2010 zur Ortsplanungsrevision und zur „Zentrumszone Glasi Wauwil“ können auf dieser grossen FlĂ€che interessante Bauprojekte entstehen. Die Überbauung soll in ĂŒberblickbaren Etappen erfolgen. In der Zentrumszone Glasi sind Wohnungen, Dienstleitungs-, Laden- und Gewerbenutzungen zulĂ€ssig. Wir freuen uns, dass damit die Zukunft auf dem Glasi-Areal fassbar wird.

07.11.2012
Gemeinderat Wauwil

 


 

2010

Ausgangslage

Mitten im Dorfzentrum von Wauwil liegt ein grosses Entwicklungspotenzial brach. Zwischen der Bahnlinie und dem Dorfzentrum befindet sich ein GelĂ€nde von insgesamt 40'000 Quadratmeter an bester Lage: Rund 8'000 Quadratmeter im Gebiet Weiermatt, unmittelbar neben der S-Bahn-Haltestelle, gehören der Gemeinde Wauwil. Das restliche Land, mit verschiedenen alten Fabrikations- und Lagerhallen der ehemaligen Glasi, ist im Besitz der Vetroreal AG, BĂŒlach; die GebĂ€ude sind fremd vermietet oder stehen teilweise leer.

Bestehendes Glasi-Areal

Im Hinblick auf die geplante Umzonung des heutigen Industrieareals der Vetroreal AG wurde in Anlehnung an das im August 2008 genehmigte Siedlungsleitbild in einem zweistufigen Verfahren ein Gesamtkonzept fĂŒr das ganze GelĂ€nde von 40'000 m2 erarbeitet. Auftraggeber sind die Vetroreal AG und die Gemeinde Wauwil.

In der ersten Bearbeitungsstufe wurden drei PlanungsbĂŒros mit Erfahrung im stĂ€dtebaulichen Bereich eingeladen, einen generellen Konzeptvorschlag ĂŒber die Entwicklung des Planungsgebietes auszuarbeiten und dem Beurteilungsgremium einzureichen.

Beurteilungsgremium

Vertreter der Vetroreal AG

  • Hans Fahrni, GeschĂ€ftsfĂŒhrer, Vetroreal AG, 8180 BĂŒlach
  • Beat Odinga, Beat Odinga Promotions AG, 8702 Zollikon
Vertreter der Gemeinde Wauwil
  • RenĂ© Kaufmann, GemeindeprĂ€sident (01.09.2000 - 31.12.2010)
  • Annelies Gassmann, Ressortleiterin Finanzen und Bau
Fachpersonen
  • Daniel Lengacher, Lengacher & Emmenegger dipl. Architekten ETH SIA BSA, 6005 Luzern
  • Hansueli Remund, dipl. Architekt ETH/SIA, Planer FSU/RegA, Planteam S AG, 6203 Sempach-Station
LĂ€rmschutzexperte
  • Thomas Minder, Planteam GHS AG, 6203 Sempach-Station

Das Projekt der GKS Architekten und Partner AG Luzern wurde zur Weiterbearbeitung fĂŒr die zweite Runde bestimmt. Dieser Konzeptvorschlag ĂŒberzeugte durch eine Vielzahl von interessanten Ideen:

  • Es gelingt diesem Projekt, mit der Überbauung des Glasi-Areals auch eine Aufwertung des bestehenden Dorfkerns zu erreichen; die Ausgestaltung des topografisch schwierigen Übergangs zwischen Dorfkern und Glasi-Areal ĂŒberzeugt.
  • Die Wohnbauten bilden fĂŒnf in sich abgeschlossene Planungs- und Realisierungseinheiten; diese Planungseinheiten ermöglichen eine gute Etappierung, ohne dass die Bebauung "unvollendet" erscheint.
  • Die Baukörper sind gut nutzbar und ermöglichen unterschiedliche Wohnungstypen und Wohnungsgrössen.
  • Mit der Gestaltung des Bahnhofplatzes wird ein attraktives Ankommen mit der Bahn vorgeschlagen - eine sinnvolle ErgĂ€nzung des gewachsenen Dorfkerns.

Zweite Bearbeitungsstufe

Nach diesem Entscheid formulierte das Beurteilungsgremium jene Punkte, welche durch die GKS Architekten und Partner AG Luzern in der zweiten Bearbeitungsstufe u.a. noch zu ĂŒberprĂŒfen und zu verbessern waren. Das Planungsteam wurde mit mehreren Zwischenbesprechungen begleitet und hat Ende November die PlĂ€ne und das Modell aus der zweiten Bearbeitungsstufe zuhanden des Beurteilungsgremiums abgegeben.

Information und Mitwirkung der Bevölkerung

Der Gemeinderat kann nun das Ergebnis dieses Konzeptverfahrens an einer Orientierungsversammlung vorstellen. Basierend auf diesem Konzept soll dann ein Gestaltungsplan fĂŒr eine erste Realisierungsetappe erarbeitet werden. Im Hinblick auf die geplante Umzonung, welche im Herbst 2010 zusammen mit der parallel laufenden Ortsplanungsrevision der Gemeindeversammlung zur Beschlussfassung vorgelegt wird, findet sodann noch das Mitwirkungsverfahren und die öffentliche Auflage statt.

Chance Glasi Wauwil
(Sicht auf den möglichen neuen Bahnhofplatz)

Chance Glasi Wauwil
(Blick aus dem Zug)